FÜHRUNGEN
Bei den Führungen, die ich gelegentlich anbiete, geht es abseits der bekannten Routen und manchmal auch zu ungewöhnlichen Tageszeiten, z.B. bei der Stadtwanderung Kreuzlingen, die ich seit Frühjahr 2006 in jedem Semester für die VHS Konstanz-Singen mache.

Kulturrädle Konstanz
Tagesexkursionen von Kultur-Rädle, Konstanz
Samstag, 12. Juni 2010
Rekorde-Tour durch den Hegau
Rundfahrt durch das Kerngebiet des Landkreises Konstanz, der mit Rekorden und Superlativen reich bestückt ist – wenn man sie kennt: Vom „schönsten Wartesaal Deutschlands“ zur „teuersten Brücke Deutschlands“, zum höchstgelegenen Weinberg, zur größten Quelle, zum ersten Passivhaus-Schulgebäude, zum größten Biowein-Importeur, etc.
Streckenlänge: ca. 40 km (Radolfzell, Aach, Engen, Singen), geringe Steigungen
Treffpunkt: 09:00 Uhr, Fahrrad-Station / Kultur-Rädle Konstanz

Aach-Brücke, Singen (1923) - "die teuerste Brücke der Welt"
Samstag, 17. Juli 2010
Argen-Brücken-Tour
Nach den Thur-Brücken im vergangenen Jahr nun in dieser Saison jenseits des Obersees: Eines der schönsten Flusstäler im Bodenseeraum, mit technisch interessanten wie auch ästhetisch reizvollen Brücken aus den letzten zwei Jahrhunderten – von der berühmten Hängebrücke bei Langenargen über moderne Stege bis zu alten gedeckten Holzbrücken. Von Langenargen geht es die Argen aufwärts über Laimnau bis etwa Wangen-Primisweiler, von Hergatz mit dem Zug zurück. Wenn die Füße vom Radeln heiß sind, können wir sie jederzeit im Fluss abkühlen. – Einstimmung unter folgender Webseite: Argen-Blicke
Streckenlänge: ca. 40 km, wenige Steigungen
Treffpunkt: 09:00 Uhr, Fahrrad-Station / Kultur-Rädle
Samstag, 7. August 2010
Wasserscheide-Tour im Linzgau
Die Europäische Wasserscheide zwischen Atlantik (Rhein) und Schwarzem Meer / Mittelmeer (Donau) verläuft in einem großen Bogen nördlich und östlich um den Bodensee. Zwischen Engen und dem Höchsten versuchen wir, diesem „Rückgrat Europas“ auf die Spur zu kommen: Hattingen (ehem. Bahnhof), Witthoh, Schwackenreute (ehem. großer Bahnhof), Aftholderberg, Echbeck, ... In manchen Landschaften ist sehr deutlich sichtbar, dass das Wasser zu beiden Seiten in verschiedene Gebiete abfließt, anderswo ist es so flach (z.B. im Pfrunger Ried), dass es kaum wahrnehmbar ist. Rückfahrt über Meersburg.
Streckenlänge: ca. 70 km, längere Steigung am Anfang, dann weitgehend eben
Treffpunkt: 09:30 Uhr, Fahrradstation / Kultur-Rädle Konstanz
Samstag, 18. September 2010
Unbekannte Berge im Hegau
Zwischen dem Schiener Berg und dem Neuhewen gibt es Berge, die in keinem Reise- oder Wanderführer vorkommen – weil weder eine Burg noch sonst etwas touristisch Erwähnenswertes darauf steht. Von diesen Bergen und Hügeln sind manche historisch interessant, die anderen vor allem landschaftlich – und weil man dort auch an schönen Tagen kaum andere Ausflügler trifft. Vom Bohlinger Galgenberg (501 m) über den Plören (571 m, bei Hilzingen) und den Philippsberg (622 m, bei Welschingen) zum Bisberg (767 m, bei Watterdingen). Aufstieg auf die Gipfel teils zu Fuß.
Streckenlänge: ca. 45 km, einzelne Steigungen
Treffpunkt: 9.30 Uhr, Fahrradstation / Kultur-Rädle Konstanz
Themen der letzten Jahre:
Poststationen-Tour:
von Stockach über Salem nach Tettnang
Stockach war im 17. bis 19. Jahrhundert ein überregionaler Knotenpunkt des Postkutschenverkehrs. Da die Kutschen unterschiedlich schnell unterwegs waren, findet man in engen Abständen von hier weitere Stationen ihrer Tagesetappen: Post-Gasthäuser, die heute noch bestehen. Wir fahren von Stockach aus nach Osten von einer zur anderen, über Salem weiter Richtung Tettnang. Rückfahrt mit dem Zug.
Thur-Brücken-Tour: 12.9.2009, 9.10 h
von Weinfelden über Bischofszell nach Wil, evtl. weiter nach Frauenfeld
Zwischen Wil, Bischofszell und Frauenfeld gibt es so viele verschiedenartige Brücken über die Thur wie bei St. Gallen über die Sitter, wo deshalb der „Brückenweg“ angelegt wurde. Mit dem Fahrrad besichtigen wir auf einer größeren Strecke historische und moderne Stein-, Holz, Stahl- und Betonbrücken aus den letzten fünf Jahrhunderten: krumme und gerade, stabile und schwankende, massive und grazile. Nach Informationen über die Geschichte und Konstruktion lassen wir die Brücken auch ästhetisch und sinnlich auf uns wirken. Mit dem Zug von Kreuzlingen nach Weinfelden, auf dem Thur-Radweg links oder rechts des Flusses aufwärts, stellenweise auch ein paar Kilometer abseits des Flusses, um weitere Brücken zu besichtigen. Bei gutem Wetter und zügiger Fahrt von Wil weiter durch das Tal der Murg nach Frauenfeld, wo ca. 20 Brücken und Stege verschiedener Bauart den kleinen Fluss überqueren. Von Wil oder Frauenfeld mit dem Zug zurück – oder per Velo.

Blinden-Führungen
Aus der Thur-Brücken-Radtour und Kontakten zu Blindeneinrichtungen in der Schweiz ist ein neues Projekt hervorgegangen: ein Ausflugsprogramm für Blinde und Sehbehinderte zu Brücken, Aussichtstürmen (!) und Burgen, bei denen diese Bauten mit allen Sinnen erfahrbar gemacht werden. Nach ersten erfolgreichen Tests und Reko-Touren wird das Programm auf Anfrage für Gruppen angeboten.
Volkshochschule Konstanz
Stadtwanderung Kreuzlingen: Mitte + Osten
Sa., 10. Oktober 2009, 7.30 – 13 Uhr
Treffpunkt am Hauptzoll (Kreuzlinger Straße / Hauptstraße)
Industriegebiet Kreuzlingen
Kreuzlingen verändert sich – seit einigen Jahren ist es besonders sichtbar. Neben den großen und kleinen Neubauten, die das Stadtbild verändern, sind es auch die kleinen Details, in denen sich der Wandel der Stadt zeigt. Sie kann man am besten wahrnehmen, indem man die „Gartenstadt“ zu Fuß entdeckt, durch Straßen abseits der üblichen Verkehrswege, durch zwei der drei Kreuzlinger Tobel und zu wenig bekannten Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten. Dabei führt die Strecke auch an Adressen vorbei, wo der „Wanderführer“ in seinen Studienzeiten vor über 25 Jahren gewohnt hat, und auch an diesen sind Veränderungen der Stadt sichtbar. Die Stadt-Wanderung beginnt bald nach Sonnenaufgang, bei einem Frühstück in einem typischen Kreuzlinger Lokal gibt es Hintergrundinformationen, und dann geht es (nach der West-Route vor einem Jahr) dieses Mal durch die mittleren und östlichen Quartiere und Außenbezirke: Egelshofen, Gaissberg, Kurzrickenbach und Hörnli – und auch hier durch Tobel und auf historischen Straßen. Im Detail hängt die Route auch von der aktuellen Wetterlage ab.
Dr. Patrick Brauns

Bodensee-Geografie – eine Einführung mit dem Velo
Die Geographie des Bodensees und der Region um ihn herum ist sehr vielschichtig (im doppelten Sinn) und komplex. Sie lässt sich am besten kennenlernen und buchstäblich erfahren mit einer Velotour, bei der an verschiedenen Stationen jeweils ein Thema erklärt wird. Die Strecke führt von Konstanz mit einem sanften Aufstieg auf den Seerücken, über diesen durch das Thurgauer Hinterland und am Untersee zurück (Fahrtstrecke ca. 60-70 km, ca. 250 Höhenmeter).
Themen sind u.a.: der Bodensee und seine Unterteilungen, Name und Abgrenzungen
der Region, Landschaftsformen (Drumlins, Tobel u.a.), Wassergeographie (Flusssysteme,
Wasserscheiden), ...
Datum: 17.6.2007, Uhrzeit: 9.30 – 15.30 h, Treffpunkt: VHS Konstanz
